| 125 Jahre Schw.Phil. Verein Zürich | |||||||||
| 30 Jahre Phil.Verein.UBS | |||||||||
| 75 Jahre "NABA" 1934 Zuerich | |||||||||
| Die offizielle Postbeförderung mit dem Tram | |||||||||
| Mit
der Einführung von Briefmarken 1840 in Grossbritannien, 1843 in Zürich,
Brasilien und Genf, 1845 in Basel, 1847 in Trinidad, USA und Mauritius usw.,
wurde auch der Grundstein zum Sammeln von Briefmarken gelegt. Aus den Anfangsjahren
ist wenig bekannt, es waren Einzelpersonen, die im Verborgenen ihrer Leidenschaft
frönten. Briefmarkensammler galten als Ei-genbrötler und man traf
sich mehr oder weniger geheim. 1879 gab der Briefmarkenhändler Robert
Deyhle in Bern die "Schweizer illustrierte Briefmarkenzeitung"
heraus. 1882 wurde in Basel mit dem Schweizerischen Philatelisten-Verein
Basel der erste Verein in der Schweiz gegründet. 1883 wurde in der
"Schweizer illustrierten Briefmarkenzeitung" zur Gründung
eines allgemeinen schweizerischen Philatelisten-Vereins eingeladen. Der
Erfolg war nicht überwältigend. Immerhin konnte am 2.11.1883 in
Olten die Gründung vollzogen werden, in der Hoffnung, dass die Gründungen
weiterer Sektionen bald erfolgen werden und dann eine Sektion die Vereinsleitung
übernehmen könnte, wobei man an Zürich, mit seinen damals
vermuteten gut 100 Briefmarkensammlern dachte. |
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| So
wurde am 1. Mai 1884 der "Zürcher Briefmarkensammler-Verein"
gegründet. Im Zürcher Verein begann rasch eine erfreuliche Entwicklung.
Weniger gut erging es dem in Olten gegründeten Verein und so schlossen
sich die beiden Vereine am 12.09.1884 unter dem neuen Namen "Schweizerischer
Philatelisten-Verein Zürich" zusammen. 1885 wurden die Sektionen
Bern, Basel und Winterthur aufgenommen, welche jedoch schon ein Jahr später
wieder austraten, da die Gründung eines Verbandes mit selbständigen
Vereinen vermehrt diskutiert wurde. |
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| Die früheren Vorstellungen von Eigenbrötlern als Briefmarkensammler erwiesen sich als völlig falsch. Im Schweizerischen Philatelisten-Verein Zürich (SPhVZ) waren von Anfang an viele in der Öffentlichkeit bekannte Personen, wie auch Gewerbler und Unternehmer. | |||||||||
| Der Verein organisierte 1893, nur 9 Jahre nach der Vereinsgründung, zum 50-jährigen Jubiläum der Züri-4 und der Züri-6 eine Internationale Ausstellung. Diese Ausstellung im grossen Saal des Börsengebäudes an der Bahnhofstrasse dauerte vom 25. Juni bis zum 2. Juli 1893. Es war ein Gedränge, dass zeitweise die Polizei ordnend eingreifen musste. Die Post gab eine Sonderpostkar-te heraus, welche in einer Auflage von 36'000 Exemplaren am 2. Tag ausverkauft war! Seither war der Ausdruck Spekulation im Briefmarkenwörterbuch kein Fremdwort mehr. | |||||||||
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| Sonderpostkarte nach Madrid
mit den beiden Ziffermarken gelb und lila à je 15 Rappen (Kartenporto
10 Rp. und Einschreiben 25 Rp.). Nach den damaligen UPU-Regeln war die auf
der Adress-Seite illustrierte Karte nur im Inland gültig, was jedoch
nicht beanstandet wurde. |
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Während der Ausstellung wurde auch eine Auktion durchgeführt, wobei u.a. eine lose Basler Taube für Fr. 94.-- den Besitzer wechselte. Die Ausstellung löste einen bedeutenden Aufschwung für das Briefmarkensammeln aus. 16'000 Personen besuchten den Anlass und vom unerwarteten Reingewinn von 3'675 Franken wurden je Fr. 1'000.-- an das Rote Kreuz, die Winkelried-Stiftung und an die Pensions- und Hilfskasse der Postangestellten überwiesen.
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| Vom 12. - 16. Mai 1915 führte der SPhVZ eine Briefmarken-Ausstellung zu Gunsten der Kriegsnotunterstützung durch, wozu die Post die nachfolgend abgebildete Ganzsache und einen einfachen Sonderstempel bewilligte. | |||||||||
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| 1924
organisierte der Verein zum 40-jährigen Jubiläum am 28./29. Juni
die Delegierten-Versammlung des Verbandes Schweizerischer Philatelistenvereine.
1924 bis 1927 führte der SPhVZ-Präsident gleichzeitig den Vorsitz
im Zentralkomitee des Verbandes, wobei unter seiner massgeblichen Leitung
1926 in Paris die Gründung des Weltbriefmarken-Verbandes FIP vollzogen
wurde. 1934 organisierte der Verein die durch den ersten Sonderblock der
Schweiz bekannte Ausstellung "NABA" 1934 Zürich. Dieser Anlass
wird zum 75-jährigen Jubiläum in einem besonde-ren Bericht gewürdigt.
Weitere Jubiläums-Ausstellungen führte der SPhVZ 1943 (100 Jahre
Postmarken der Schweiz) und 1959 (75 Jahre SPhVZ) durch. 1968 organisierte
der Verein im Stadthof 11 in Oerlikon vom 5. - 7. Juli die Regiophil VI.
An diesem Anlass unterstützten Mitglieder das damaligen Philatelisten-Vereins
Oerlikon und Umgebung den SPhVZ insbesondere bei der Einrichtung und dem
Abbau der Ausstellung. Gegen Ende der 80er-Jahre schloss sich der SPhVZ
dem Rundsende-Verkehr des Philatelisten-Vereins Oerlikon an. |
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| 1994
beschlossen beide Vereine eine Fusion, wobei die Überalterung der Mitglieder
mit sehr be-scheidenen Neuzugängen der Hauptgrund war. Der Philatelisten-Verein
Oerlikon und Umgebung wurde 1926 gegründet und zählte 1976 beim
50-jährigen Jubiläum 420 Mitglieder. 18 Jahre später, vor
der Fusion, waren es noch 301 Briefmarken-Sammler/innen. Der durch die Fusion
sichtlich er-starkte Schweizerische Philatelisten-Verein Zürich zählte
neu 413 Mitglieder und bietet seither ein vielseitiges Vereinsleben. Die
voraussehbaren, altersbedingten Abgänge und die leider ausbleibenden
Zugänge reduzierten in der Zwischenzeit den Mitgliederbestand auf 188
Sammler/innen. Werbung für die Philatelie und Nachwuchsbetreuung bleiben
u.a. Hauptthemen in unserem Verein. |
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| Die Präsidenten des Schweizerischen Philatelisten-Vereins Zürich: | |||||||||
| 1884
- 1886 F. Herb 1887 - 1914 E. Weinmann 1915 - 1916 Dr. A. Tobler 1917 - 1921 E. Lutz 1922 - 1926 Prof. Dr. J. Suter 1927 - 1927 Paul Sigg 1928 - 1931 Ed. Trümpler |
1932
- 1952 Josua Bühler 1953 - 1955 Robert Münch 1956 - 1983 Ernst Hulftegger 1984 - 1993 Paul Musmeci 1994 - 1998 Karl Bürgin 1999 - 2000 Walter Wehrle ab 2001 René Haupt |
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hh
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